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Chauntea (chawn-tee-aah) ist die Göttin alles Wachsenden, insbesondere der Dinge, welche von Menschenhand kultiviert werden. Sie erscheint den Sterblichen nur selten und ist auch nicht für besondere Spektakel. Sie zieht kleine und ruhige Gaben vor. Chauntea wird vor allem im Volk von Bauern, Gärtnern und all jenen verehrt, welche von den Früchten der Natur leben.[1]

GeschichteBearbeiten

Chauntea ist eine der ältesten, faerûnischen Götter. Shar und Selûne gehen ihr voraus und schenkten ihr Leben, als sie die Welt von Toril schufen. In den folgenden Jahrtausenden formte Chauntea leidenschaftliche Beziehungen mit vielen Göttern, von denen die Meisten nicht mehr in nennenswerter Form existieren. Überdies hat sie bereits Götter bekämpft (und sogar zerstört), welche planten Chaunteas Welt zu verderben. Einige ihrer Anhänger behaupten, dass Chauntea die Urmutter aller menschlichen Völker ist, dass alle Geschöpfe, die die Welt bevölkern zu Beginn ihrem Schoß entsprangen in den Tagen, als die Winde ruhig waren und die Erde ruhig. In diesen ersten Jahrhunderten war Chauntea als Jannath die Erdenmutter bekannt, eine wilde Gottheit, die mit Tierrudeln rannte und sich an dem ungehinderten Wachstum der Wildnis erfreute. Obwohl die Leute von den Mondschein Inseln immer noch diesem Aspekt von Der Großen Mutter huldigen, hat die Göttin selbst weiterentwickelt, verändert, wie sich die Welt verändert. In den letzten paar Jahrhunderten wurde Chauntea von den Bewohnern ihrer Welt unheimlich verzückt (besonders von den Menschen), bis zu dem Punkt, dass sie nun ihre ganze Aufmerksamkeit darauf verwendet ihnen zu helfen vom Land selbst zu leben. Sie predigt die Ehrfurcht für die Natur und treibt das Volk der zivilisierten Länder an, das wiederherzustellen, was sie beschädigt haben. Die Wildlande hat sie vor langer Zeit an andere Götter abgetreten. Diese Entwicklung hat zu einer Verschlechterung der Beziehung mit Silvanus geführt - einige seiner aggressiveren, druidischen Anhänger glauben, das Die Große Mutter sich selbst verraten hat und die Welt dem vorschnellen Übergriff der Zivilisation verkauft hat. Ihre Bindungen zu anderen Naturgöttern, besonders Shiallia, Mielikki, Lurue und Eldath verbleiben stark. Sie teilt eine Zuneigung für Lathander, welche zu Zeiten intim wurde und die beiden Götter verbringen gegenwärtig eine Menge Zeit miteinander. Chauntea bekämpft Auril, Malar, Talos und Umberlee und sieht die Rückkehr von Tyrannos als ein schlechtes Omen. Talona, die Herrin der Gifte, ist ihr meist gehasster Feind, da ihr Hang Verseuchung, Gift und Krankheit über die Natur zu bringen, Chauntea mit großem Zorn erfüllt.

VerehrungBearbeiten

Chauntea, die von Bauern, Gärtnern, Landsklaven und jedem, der seinen Lebensunterhalt vom Land erwirtschaftet, verehrt wird, wird von den meisten Faerûnern als ein wesentlicher Teil des natürlichen Kreislauf des Lebens angesehen. Wohlhabende Landbesitzer und einfache Bauern kommen gleichermaßen zum ansässigen Kleriker der Erdenmutter, um Rat zu erfragen, wann die nächste Ernte eingefahren oder die Saat der nächsten Saison gepflanzt werden soll. Wenn schlechtes Wetter oder Krankheit zu verseuchten Feldern führen, richten Anbauer ihren Blick und ihre Gebete an Chauntea, in der Hoffnung darauf, dass ihre Aufmerksamkeit die jahreszeitliche Ernte rettet. Jene, welche die Ernte aus verwerflichen Zielen zerrütten, haben viel von den Dienern Chaunteas zu befürchten, die ihre Rolle als ländliche Beschützer sehr ernst nehmen. Cheaunteas Kleriker und Druiden beten um ihre Zauber beim Sonnenuntergang. Der Klerus hat nur wenige gegliederte Feiertage ab und leiten stattdessen die Gläubigen dazu an Chauntea bei jedem Sonnenaufgang zu danken und bei jedem Moment, wenn die natürliche Schönheit der Welt sie mit Freude erfüllt. Eine althergebrachte Tradition innerhalb der Kirche besagt, dass ein frisch vermähltes Paar ihre erste gemeinsame Nacht auf einem frischbestellten Feld verbringen soll, da eine fruchtbare Vereinigung so sichergestellt wird. Fruchtbarkeit spielt eine wichtige Rolle im Glauben Chaunteas und eine hedonistische Feierlichkeit während Gründgrass animiert zu exessivem Trinken, Essen, Tanzen und hemmunglosen Verhalten. Der Klerus entrichtet getragene "Hoch Gebete von der Ernte" während einer ritualisierten Zeremonie, welche den Beginn der Ernte einläutet. Chaunteas Kleriker gehen häufig Klassenkombinationen mit Waldläufer oder Druide ein. Mitglieder des Klerus von Der Großen Mutter, teilen sich selbst in zwei Fraktionen von etwa gleicher Größe auf. Jene Priester, welche die Bauern und Landarbeiter in den Großstädten, Städten und Dörfern betreuen nenne sich selbst die Ländlichen, während jene von den wilderen, älteren Sekten, die sich nach der Wildnis selbst ausrichten mit einer Spur von Arroganz die Wahren Gestalter nennen. Mitglieder beider Sekten erkennen keine Zentrale Autorität an - sie gehören einem sehr individuellen Glauben an. Chauntea hat Doktrinen bestimmt, in der generelle Werte und Tabus abgegrenzt sind. Wie dieser Kodex jedoch von jedem Kleriker selbst und seiner Gemeinde übernommen wird, ist eine Sache der persönlichen Interpretation. Die Kirche heißt Mitglieder aller Völker willkommen, obwohl Frauen den Männern an Zahl bei weitem überlegen sind, vielleicht auch dadurch bedingt, dass die Liturgien mit Bezügen zu Fruchtbarkeit, Mutterschaft und Weiblichkeit gespickt ist. Kleriker und Druiden von Chauntea fungieren häufig auch als Bauern oder Gärtner, und Ländliche haben häufig Positionen, die mit großem Respekt begleitet sind, in ihren ländlichen Gemeinden inne. Sie wurden oft in kleinen Dörfern oder Bauernhöfen geboren, und obwohl nur die Großstädte gänzlich meiden, kamen die meisten zu der Kirche durch die Wertschätzung von natürlicher Schönheit, einem Gefühl von Frieden, wenn man auf einem bestellten Feld unter dem Licht der Mittsommer Sonne steht. Sie verdienen sich die Bewunderung von Gleichrangigen indem sie die Erträge verbessern und natürliche Seuchen oder Raubtiere mit magischen Zaubern vertreiben. Sie zögern ebenso nicht die Ärmel hochzukrempeln und zur Erntezeit den Anwohner zu helfen, halten die Bauernfamilien gesund und stellen ein weiteres Paar tatkräftiger Hände, selbst für die härtesten und niedrigsten Arbeiten. Wie ihre Gottheit auch, sind die Meisten, welche Chauntea dienen, geduldig und ruhig, schwer zu verärgern und ziehen passive Diplomatie dem offenen Konflikt vor. Überraschenderweise stellen etliche Großstädte Tempel für Die Große Mutter zur Schau; gewöhnlich große, vielfenstrige Gebäude, die auch als Kornspeicher oder beeindruckender, öffentlicher Garten dienen. In den Vorlanden werden die meisten Zeremonien unter dem Licht der Sonne oder des Mondes abgehalten, bei denen die Kleriker besondere Dienste in ihrem Heim, kleinen Schreinen, Ställen oder Heuböden verrichten. An solchen Orten weisen die Kleriker und Druiden von Chauntea die Versammelten in die korrekten Methoden des Pflanzens, der Erkennung von pflanzlichen und tierischen Krankheiten und Kräuterkunde ein. Eine große Menge hält Hochzeiten ab und dient als Hebammen bei Menschen- und Tiergeburten. Sie predigen den Respekt für die natürliche Welt und betonen den Plan des Neupflanzens, fürsorglicher Bewässerung und Feldfruchtabwechslung, um sicherzustellen, dass die Erde nicht ausgebeutet wird. Aggressive Druiden des Silvanus spotten dieser Lehren allerdings und behaupten, dass schon die Landwirtschaft selbst eine Beleidigung der Natur ist. Es erlaubt mehr Leuten in einem bestimmten Gebiet zu leben, als es auf lange Sicht ernähren kann und fördert deswegen die Übervölkerung und Zerstörung der Umfeld, trotz der besten Absichten der Ländlichen. Sie behaupten, dass Landwirtschaft von Chauntea über die Zeit mit seinen veränderten Flussläufen, entwässerten Feuchtgebieten und dem Schwerpunkt auf der Unterstützung von Städten, nicht mehr gutzumachenden Schaden an dem Gleichgewicht der Natur anrichten wird. Obwohl die Ländlichen dies abtuen, sorgte eine solch rückschrittliche Abfertigung für großen Tumult unter den Wahren Formern (von denen die meisten selbst Druiden sind). Eine Anzahl der ersten Chaunteaner sind zu Silvanus übergetreten in den letzten Jahrhunderten, was zu einem noch kühleren Verhältnis zwischen den beiden Kirchen geführt hat, selbst bei den moderaten Mitgliedern.

DogmaBearbeiten

Wachstum und Ernte sind Teil des ewigen Kreislaufs und der natürlichste Teil des Lebens. Zerstörung ohne Grund und etwas einzuebnen, ohne neu zu errichten sind Sünden. Lasse keinen Tag vergehen ohne nicht einem Lebewesen zum Gedeihen verholfen zu haben. Pflege, kümmere dich und pflanze wann immer es möglich ist. Schütze Bäume und Pflanzen, beschütze ihre Samen, so dass alles was zerstört wird auch neu wachsen kann. Kümmere dich um die Fruchtbarkeit der Erde, aber lasse die fruchtbaren Menschen sich um sich selbst kümmern. Lösche Feuer. Pflanze wenigstens jeden Zehntag eine Pflanze oder einen Samen.


QuellenBearbeiten

LiteraturBearbeiten


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