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Dambrath ist ein Land im Süden Faerûns. Im Norden wird es vom Walt von Amtar begrenzt. Im Westen grenzt es an die Wälle von Halruaa und den großen Kethid-Sumpf Der Handelsweg und der Fluss Ammath begrenzen das Reich seit Jahrhunderten im Osten. Die Damhraii hatten bislang kein Interesse daran, ihren Einfluss auf die Östliche Shaar oder den Granuin-Wald auszudehnen. Die Bewohner heißen eigentlich Damhrai und die Pluralform lautet Damhraii. Fremde nennen sie jedoch auch Damhrather.[1]

GeografieBearbeiten

Dambrath ist ein offenes Land mit offenen Ebenen und hunderter Meilen sicherer Küste. Die Bucht der Tanzenden Delphine hat hier schon seit mehr als fünfhundert Jahren keinen einzigen Sturm mehr gesehen. Auf den Feldern der Ranches wächst ein hohes Gras, welches Arkas genannt wird und sich gut zum Füttern von Vieh eignet. Im Norden befinden sich die Gnollwatch-Berge, welche jedoch kein sonderlich beeindruckendes Gebirge darstellen. Der Berg Hazail ist mit 11.500 Fuß die höchste Erhebung und die meisten reichen nicht weiter als 9.500 Fuß. Im Westen laufen die Berge in die Hügel der Toten Könige aus, welche fruchtbare Wiesen, Haine mit Obstbäumen und reichlich Wasser haben.[1]

Der Ammath ist der größte Fluss im Land und fliest südöstlich um die Hügel der Toten Könige herum. Der Fluss Keless ist jedoch wesentlich lebhafter, dient er doch als Wasserstraße zwischen den Minen in den Bergen und der Bucht der Tanzenden Delphine. Die Bucht selbst ist nicht nur ein sicherer Hafen, sondern auch reich an Schwertfischen, Red Snappern, Mahimahis und Seebrassen. Auch entstehen hier reichlich Perlen und es zieht viele Delphine in die Bucht. Die Delphine sind gutmütig und retteten schon viele vor dem Ertrinken. Sie sind eine geschützte Art, seit sie vor mehr als drei Jahrhunderten die Königin Melanith retteten. Fischer folgen ihnen zu großen Fischschwärmen und Seeleute wissen, wenn die Bucht voll von Delphinen ist, gibt es bald einen heftigen Sturm auf der Großen See.[2]

KlimaBearbeiten

Die meisten Damhraii kennen keinen Schnee. Die Sommer sind heiß, aber in der Nacht weht vom Meer eine kühle Brise ins Landesinnere. Die Temperatur steigt am Tage schon mal über 100 Grad Fahrenheit, fällt aber in der Nacht auf 60 herab. Im Norden der Gnollwatch-Berge herrschen sogar noch höhere Temperaturen und die Nächte bringen hier keine Abkühlung. Die Regenzeit beginnt im Monat Uktar und währt zwei bis drei Monate. Es gab in den letzten fünf Jahrhunderten nur 12 Mal Frost und ein solcher Umstand wird stets als ein Zeichen der Missgunst von Loviatar gesehen.[2]

GeschichteBearbeiten

Dambrath wurde aus einem Barbarenkönigreich heraus vor mehr als einem halben Jahrtausend durch ein Bündnis der mächtigen Priesterinnen von Loviatar und den Drow aus der Stadt T'lindhet gegründet. Im Jahr 211 TZ flohen vier Barbarenstämme vor der Zerstörung ihrer Heimat durch die Reiche Unther und Mulhorand, um sich hier niederzulassen. Sie fanden die Küste, wo Delphine spielten und das Gras reichlich in den Ebenen wuchs. Sie zogen durch die Ebenen von den Wällen Halruaas bis zur Grenze des heutigen Estagund und wurden bald schon als die Arkaiun, die Windleute, bekannt.[2]

545 TZ stieg der große Kriegshäuptling [[Reinhar] zum Führer der Stämme auf und schon bald wurden die Halblinge von Luiren versklavt, verschiedene Küstenstädte in Durpar erobert, oder geplündert und auch Estagund fiel unter seine Herrschaft. Letztlich wandte er sich sogar gegen Halruaa. Über 40.000 Reiter und eine Flotte von 50 Schiffen sandte Reinhar aus und es gelang ihm über die Berge zu kommen und die Städte Galdel, Zalasuu und Mithel zu erobern. Dennoch erwiesen sich die Magier als zu starke Gegner und der Erzmagier Mycontil vernichtete die Armee Dambraths in der Schlacht bei Sulaziir. Reinhar II., Sohn des großen Häuptlings, übernahm die Kontrolle über die Überlebenden und zog sich hinter das Gebirge zurück. Dirt kam er mit nur Tausend Mann und keinerlei Schamanen an. Er erwies sich jedoch als guter Führer und tat alles, um sein Reich zu schützen.[2]

In der Zeit als Reinhar IX 802 TZ Herrscher war, hatten sich die einst mächtigen und stolzen Arkaiun zu faulen und fetten Zeitgenossen entwickelt. In seiner Gier nach Macht ließ er, auch bekannt als Reinhar der Dumme, die Gnollwatch-Berge nach Elektrum und Silbererz zu durchsuchen. Dabei stießen seine Bergleute auf die Drow aus T'lindhet und diese waren von den Vorstößen der Menschen so verärgert, dass sie mit zahlreichen Überfällen begannen. Über Nacht wurden ganze Dörfer vernichtet und doch fand man keine Spuren der Angreifer. Reinhar war dumm genug, einen Angriff auf die Drow zu befehlen. Es gelang ihnen sogar bis in die Drowstadt vorzudringen, doch erreichten sie damit, dass die sonst so chaotischen Dunkelelfen sich plötzlich gegen sie vereinten. Schon bald drängten sie die Angreifer zurück an die Oberfläche und löschten sie aus.[2]

Bald darauf versuchten sie die Menschen zu versklaven, doch für Jahrzehnte währte dieser Krieg und die Damhraii schlugen sich wacker. Beide Seiten erlitten hohe Verluste, doch letztlich schlossen die Drow die Arkaiun bei Malduir ein. Doch die Menschen hatten erneut Glück, als Halbelfen unter Führung der Priesterin Cathtyr Shintar in die Stadt kamen und ihnen halfen. Reinhar ließ jeder Kompanie eine Priesterin an die Seite stellen. Eine Woche später schlugen die Drow zu, doch mitten in der Schlacht wandten sich die vermeintlichen Verbündeten der Arkaiun gegen sie und Cathtyr erschlug eigenhändig den König. Die Drow selbst waren von der Schlacht ebenso geschwächt und so waren die Halbelfen in einer starken Position.[3]

Cathtyr schlug den Drow ein Bündnis vor. Ihre Priesterinnen würden das Land beherrschen, jedoch den Drow Zugang zur Oberfläche gewähren und mit ihnen Handel um Sklaven, Waffen und andere Waren treiben. Nach dreißig Jahren Krieg und letztlich gelungener Rache, nahmen die Drow diesen Vorschlag an, jedoch wollten sie die kräftigsten Männer als Sklaven mitnehmen. Da Cathtyr in ihnen eine Gefahr für ihre eigene Position sah, stimmt sie dem zu. In den folgenden 205 Jahren ihrer Herrschaft machte Cathtyr Shintar Dambrath zu einer Bastion des Bösen in den Reichen. Unter ihrer Führung wuchs die Priesterschaft Loviatars in die Tausende und der Glaube an die Biestlords der Arkaiun wurde praktisch ausgelöscht. Dennoch gelang es vielen Arkaiun zu fliehen und sie ließen sich im Swagdar nieder, wo sie ein vergessenes Nomadendasein fristeten.[3]

Die Priesterinnen Loviatars pflegten hingegen weiter gute Beziehungen zu den Drow. Sie vermählten sich sogar und zeugten Halbdrow, bekannt als Crinti. Die meisten sind Priesterinnen Loviatars, einige jedoch auch Magier. Sie wurden die Noblen, die Herrscher und sie konsolidierten ihre Macht. Die Arkaiun wurden zu Niederen und man nannte sie fortan Shebali. Hauptstadt des Reiches wurde Cathryr, errichtet nach dem Tod der Reichsgründerin. Sie wurde jedoch von ihrer eigenen Tochter Filina ermordet, die ihrer überdrüssig geworden war. Die neue Königin sollte jedoch nur fünf Jahre herrschen, ehe ihre Tochter Cathakay auf gleiche Weise den Thron eroberte.[3]

Cathakay herrschte 54 Jahre, ehe sie im Kampf gegen einen Golddrachen fiel. Sie war kinderlos und ihr Nichte Melanith bestiegt darauf den Thron. Diese musste sich mit einer wachsenden Bevölkerung und zugleich Unmut unter den Männern plagen, die unter der Herrschaft der Frauen keine Macht besaßen. Sie überließ ihnen die Verteidigung des Reiches, da sie zugleich die Macht der Mulhorandi und Unthers fürchtete. So ernannte sie als erste einen Mann zum Kriegshäuptling und Sadalar, ein Crinti wurde ihr Gemahl. Er war berüchtigt für Korruption und Bestechung, doch zugleich sorgte er auch dafür, dass die Arkaiun einige Privilegien zurückeroberten. Schon bald wurden die Shebali zu einer Art zweite Klasse, statt wie bisher nur als Sklaven betrachtet zu werden. Dennoch sicherte Melanith die Macht der Frauen ab und erließ, dass Männer nur über andere ihresgleichen gebieten durften. Diese Hierarchie der Frauen wurde von den Priesterinnen Loviatars unterstützt.[3]

Zugleich starben jedoch auch viele Männer während der Angriffe auf Estagund, Durpar und gegen die Banditen von Veldorn, sowie gegen die Gnolle, welche in die Gnollwatch-Berge zurückgekehrt waren. Einige Männer Dambraths kämpften sogar an der Seite der Drow gegen die Svirfneblin aus Aventine, welche dabei vernichtet wurden.[3] Allerdings fielen in diesem Kampf auch die Shebali, während die Crinti und Drow weitgehend überlebten. Als Dank erhielten die Crinti eine Reihe niederer Drowmänner, für Zuchtzwecke. So nahm sich auch Melanith einen Drow als Gemahl und ersetzte den Sadalar, der in der Schlacht gefallen war. Der neue Herr an ihrer Seite war Nym Inthigg und gemeinsam zeugten sie drei Töchter und einen Sohn. Es war auch zu jener Zeit, als die Königin begann das Land zu isolieren, was bis heute anhält. Nach 156 Jahren Herrschaft folgte Ausitil ihrer Mutter auf den Thron und regierte für weitere 125 Jahre.[4]

In den späten 1360ern herrschte Königin Yenadra, die auch als Piratenkönigin bekannt wurde. Man sagt, dass sie bis nach Zakhara gesegelt sein soll, um dort zu plündern und zu brandschatzen. Unter ihrer Herrschaft gedieh Wohlstand und sie war bei den Crinti besonders beliebt. Sie hatte drei ambitionierte Töchter, Luatharyn, Meltruil und Hasafir. Während Hasafir sich dem Studium der Magie widmete, folgten die anderen zwei Töchter ihrer Mutter und wurden Piraten.[4]

BewohnerBearbeiten

Dambrath wird von Halbelfen beherrscht und sie stellten in den späten 1360ern etwa 15 % der Bevölkerung. Dabei waren 90 % von ihnen Abkömmlinge aus Verbindungen mit den Drow. Die restlichen 10 % sind die wahren Adligen und sie können ihre Abstammung direkt auf die 112 Halbelfen zurückführen, die einst Cathtyr Shintar ins Reich begleiteten.[5]

Weitere 70 % sind Nachkommen der einst hellhäutigen Arkaiun, wenngleich sie heute eher eine dunklere Hautfarbe haben. Der Rest der Bevölkerung besteht aus Halblingen und Halbmenschen. Manchmal findet man auch Gnolle, die als Wachen dienen, sowie Halborks und Orks bei den ärmeren Crinti. In Dambrath gibt es weder einheimische Elfen, noch Zwerge. Allenfalls einige zwergische Händler kommen ins Land bis nach Ammathtar und Hezuth.[5]

SpracheBearbeiten

Die meisten in Dambrath sprechen Akalan, die einstige Sprache der Arkaiun. Die Hochsprache des Reiches ist jedoch die der Drow. Alle Priesterinnen Loviatars erlernen die sogenannte Sprache der Maid. Dies ist eigentlich ein degenerierter Dialekt des Thorass, der Handelssprache von Amn und der Schwertküste. Etwa 20 % der Bevölkerung, vor allem jene, die in Kontakt mit Fremden stehen, sprechen die Handelssprache.[6]

ReligionBearbeiten

Die offizielle Staatsreligion gebührt Loviatar, der Maid des Schmerzes. In jeder Stadt gibt es ihr zu Ehren Tempel und andernorts Schreine. Die Kleriker lehren, dass Schmerz in jedes Leben kommt und nur durch das Wissen um den Schmerz kann man Freude empfinden. Die meisten Damhraii erdulden diese Lehren und ihre Auswirkungen stoisch. Auch die Spinnenkönigin wird in Dambrath verehrt und beide Kulte dulden und respektieren sich.[6]

In den Ebenen gibt es dennoch viele Arkaiun, welche den Biestlord Malar verehrten, insbesondere im Swagdar, wo die Ausgestoßenen leben. Es gibt auch eine kleine Sekte an Drow, welche Eilistraee verehren.[6]

Regierung, Recht und PolitikBearbeiten

Dambrath wird von einer Königin regiert, die stets Priesterin Loviatars ist. Ihr Wort ist Gesetz. Das Matriarchat ist jedoch mehr an der Spitze der Gesellschaft ausgeprägt. Am unteren Ende arbeiten Frauen und Männer gemeinsam oder trainieren Seite an Seite in der Armee. Allerdings haben Frauen schneller Aufstiegschancen als Männer und Crinti bessere als Shebali. Nur am oberen Ende der Gesellschaft muss man eine weiblich Crinti sein, um weiter zu kommen.[4]

Das Recht ist in Dambrath gut strukturiert und die Strafen sind hart und schnell. Richter nennt man Honglath, ein Drowausdruck für Schnelldenker, und sie sind stets weibliche Crinti. Land kann nur von Crinti besessen werden und eine Person muss mindestens zu 1/32 drow oder Halbelf sein, um als Crinti angesehen zu werden. Physische Merkmale, wie spitze Ohren oder dunkle Haut sind dabei oft ausreichend. Jedoch werden Halbelfen mit deutlich menschlichen Merkmalen keine große Rolle in Politik und Gesellschaft haben. Erbschaften werden von Frauen weitergegeben, gehen jedoch nicht automatisch an die ältesten Töchter. Gibt es nur Söhne, so wird erwartet, dass der Älteste sofort eine Frau nimmt und diese das Land erbt. Meist versucht die örtliche Honglath dann eine Heirat mit einer Drow zu arrangieren und diese wird natürlich die absolute Herrin des Besitzes. Die Honglath wachen sehr streng über ihre Autorität als Richter und schon so mancher wurde seiner Länder und seines Status beraubt, der es wagte ihnen Konkurrenz zu machen. Es ist absolut verboten Männern Magie beizubringen und die Strafe für solche Taten besteht in Folter bis zum Tode, während der Mann meist als Sklave in Minen endet.[4]

Das schlimmste Verbrechen ist Pferdediebstahl und dabei insbesondere das bei Pferden einer Frau. So etwas ist dann schlimmer als Mord und wird mit den grausamsten Foltern bestraft.[5]

QuellenBearbeiten

FussnotenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 23. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 24. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 25. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 26. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  5. 5,0 5,1 5,2 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 27. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  6. 6,0 6,1 6,2 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 28. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.

LiteraturBearbeiten

2. Edition:

3. Edition:

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