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»The ruins of Old Elven Court bear too many sorrows for the Tel’Quessir to visit and too many mysteries for the N’Tel’Quess to avoid, despite repeated warnings of lurking dangers.« --- Elminster Aumar (Quelle)


ElvencourtinCormanthor

Der verlassene Elfenhof von Cormanthor.

Der legendäre Elfenhof liegt inmitten des Waldes von Cormanthor und ist ein magischer Ort mit großer Geschichte.[1]

GeschichteBearbeiten

Mythische Zeit des ElfengerichtsBearbeiten

Vor mehr als zwölf Jahrtausenden sandte der Gott Corellon Larethian Klan-Älteste, Hochmagier und heilige Elfen aus ganz Faerûn Visionen, auf dass sie sich für einen Gerichtshof vorbereiten sollten, um den grausamen Kronenkriegen ein Ende zu bereiten und über das Schicksal der Elfen zu beraten. Noch vor Sonnenaufgang verschwanden die auserwählten Elfen, wobei jedoch die anderen Elfen wussten, dass Corellon ihre Angehörigen zu sich gerufen habe. Insgesamt waren es 500 Elfen, je 125 von jeder der Oberflächenrassen und 125 Meereselfen, welche auf magische Weise in einem bis dato unberührten Wald, weit entfernt im Osten, eintrafen. Corellons Stimme gab ihnen bekannt, dass dies der Ort und die Zeit des Elfenhofs sei. Sie sollten nun über die Zukunft entscheiden, da der bisherige Pfad die Elfen unweigerlich zu ihrem Untergang führen würde.[1]

In den folgenden neun Jahrhunderten errichteten die Gründer des Elfenhofs sich eine Heimat mit Tempeln zwischen den Bäumen, sowie für die Meereselfen in den tieferen Quellen, Teichen und Untergrundflüssen. Da der Ort von einem Gott erwählt worden war, wurden jedoch viele Tempel um die zentrale Lichtung gebaut. Doch die Elfen waren sich trotz ihrer Bemühungen hier sesshaft zu werden, bewusst, dass dieser Ort dazu diente eine Übereinkunft zu finden und Gericht zu halten, um die schrecklichen Kronenkriege zu beenden. Die anwesenden Elfen entstammten allen Völkern und Schichten, waren sogar unterschiedlichen Alters. Dennoch ließen sie die alten Regeln beiseite und begegneten sich mit Respekt. Sie waren gleich gestellt und nannten sich alle Richter, egal welchen Stand sie einstmals hatten. Sie berieten lang und schauten in sich, um zu erkennen, wo und wann der Pfad der Elfen sich verirrt hatte. Als die Zeit des Richterspruchs kam, war aus dem jungfräulichen Wald eine kleine Siedlung von 673 Elfen geworden.[1]

Ihre erste Proklamation diente dazu, die korrupten und machthungrigen Angehörigen der Vyshaan aus Aryvandaar auszumerzen, doch diese widersetzten sich und der fünfte Kronenkrieg brach aus. Binnen 200 Jahren endete er mit ihrer Niederlage. Danach begannen die Elfen neue Bereiche von Faerûn zu kolonisieren, mieden dabei jedoch die alten Reste von Aryvandaar und deren Missetaten. Viele Elfen, welche am Elfenhof geboren waren, wanderten in die östlichen Wälder und etablierten dort die ersten Siedlungen von Arcorar, wie Semberholm, Uvaeren, Rystall-Wald und Jhyrennstar.[1]

Der Elfenhof als Stadt und ReichBearbeiten

Nach der Besiedelung von Arcorar, wie der Wald rund um den Elfenhof genannt wurde, entwickelte sich der Hof selbst zu einer heiligen Pilgerstätte, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Tempel zu Ehren der Seldarine. Hier wurden auch die legendären Mondklingen geschaffen. Zugleich wurde es das inoffizielle Zentrum des Waldes Arcorar, da die Führer der vier individuellen Reiche rundherum den Elfenhof als Gerichtsort bei Streitigkeiten anerkannten. Der Hof war neutraler Boden für die Klans des Waldes und seiner Bewohner. Nicht zuletzt sorgte dafür auch die Tatsache, dass es hier nicht gestattet war Waffen zu ziehen. So sah man den Ort und alle Tempel Drumherum bis zu seinem Fall als heiligen Boden an und respektierte seine Bedeutung.[2]

Das Dunkle Hof-MassakerBearbeiten

Mehr als zwei Jahrtausende währte auch der Frieden zwischen den Elfen und den Zwergen von Sarphil. Aus diesem Anlass beschloss man ein Fest am Elfenhof abzuhalten, im Mittwinter -4400 TZ. Doch der Frieden endete jäh, als Drow und Duergar aus den Tiefen hervorbrachen. Ein blutiges Massaker begann und die Coronals von Jhyrennstar und Rystall-Wald fielen zusammen mit 23 Klanführern aus allen Klans von Arcorar. Die Drow wüteten und entflammten mächtige Zauber, welche die Stadt in Finsternis hüllte, um so über Tage anzugreifen. Die meisten Tempel der Seldarine wurden vernichtet und das Haus des Schöpfers sogar entweiht und in ein Tor verwandelt, um unzählige Spinnen zu beschwören. Damit war der Ort endgültig entweiht und die überlebenden Elfen verließen ihn. Aber auch die Drow blieben nicht lang, ehe sie ins Unterreich zurückkehrten.[2]

Unter den Überlebenden des Massakers war auch ein Elf namens Shevarash. Er schwor daraufhin so inbrünstig zu Corellon Larethian um seine Rache, dass er erhört wurde. Seitdem ist er der Schwarze Bogenschütze und sollte nie wieder lächeln. Im Jahr -4070 TZ starb er, wurde jedoch zum Halbgott und ewigen Feind der Drow. Allerdings sieht er die Tochter Corellons, die Göttin Eilistraee, und ihre Anhänger nicht länger als Feinde an und verschonte zumindest jene Drow in ihren Diensten.[3]

Der neue Elfenhof von CormanthorBearbeiten

Der Elfenhof blieb verlassen, doch die einzelnen Reiche des Waldes formten schon bald das legendäre Cormanthyr unter der Herrschaft von Coronal Kahvoerm Irithyl. Der Elfenhof wurde nun Teil der neuen Haupstadt Cormanthor und zu einer Institution zur Entscheidungsfindung im Reich. Der eigentliche Elfenhof wurde von den Elfen fortan nur noch Alter Elfenhof genannt und das Gebiet herum Dunkelwald, er blieb ein Mahnmal an die grausamste Tat der Drow. Zahlreiche Monster verseuchten fortan die Gegend, trotz der Bemühungen ihre Ausbreitung zu verhindern. Um sie jedoch völlig zu vertreiben wäre eine ganze Armee von Nöten gewesen, doch das Reich Cormanthyr hatte zunächst andere Sorgen und größeren Bedrohungen zu trotzen. Außerdem diente nun Myth Drannor dem gleichen Zwecke und man bedurfte des Elfenhofs als Stadt nicht mehr.[2]

In Cormanthyr wurde der Elfenhof somit zu einer Beschreibung für eine Versammlung und nicht mehr länger ein physischer Ort. Der Elfenhof, bzw. die Höfe, bestand aus dem Coronal, Adligen Elfen, Hochmagier, Druiden und manchmal auch Treants oder Dryaden in ihren Hainen, rund um die Siedlungen des Reiches. Wenn also ein Elf aus Cormanthyr von einer Entscheidung des Elfenhofs sprach, meinte er diese Versammlungen und deren Beschlüsse. Der Elfenhof von Cormanthyr war eine Art ritualisierte Gemeinschaft der jeweiligen Anführer der Elfen. Versammlungen dauerten überall mehrere Stunden, bis zu einem Tag. Sie konnten außerdem nicht ohne einen Baumgeist einberufen werden. Dabei handelte es sich um Elfen, welche auf spezielle Art unter Bäumen betsattet worden waren und mit der Natur verschmolzen. Statt nach Arvandor überzugleiten, wurden ihre Geister Teil der Natur und konnten mit dem Leben des Waldes und Torils kommunizieren. Wurde ein solcher Baumgeist gerufen, so verschmolz er zeitweilig mit einem Baum in nahem Umkreis, um den Ort seiner Anrufung. Nur der Coronal, hochrangige Druiden oder Hochmagier kannten jedoch das dazu nötige Ritual für die Anrufung. War der Geist in dem Baum, formte sich dort ein Gesicht, dass dem Verstorbenen glich und er konnte somit in der Versammlung sprechen. Der Elfenhof konnte praktisch überall stattfinden, jedoch mied man die Gegend rund um das Tal der Ruhenden Stimmen, da man die Toten nicht in ihrem Schlummer stören wollte. Zugleich war ein Elfenhof ein seltenes Ereignis und wurde nur bei sehr wichtigen Dingen einberufen, wenn also Angelegenheiten nicht von bestehenden Gesetzen gedeckt wurden, oder die Gesetze geändert werden sollten.[4]

GeographieBearbeiten

Der Alte Elfenhof und der Dunkelwald liegen im östlichen Bereich von Cormanthor und das Gebiet umfasst etwa 20 Meilen des Waldes. Der Wald trägt seinen Namen auch wegen der dunkleren Farbe seiner Pflanzen im Vergleich zum restlichen Wald. Es gibt sogar Bereiche, in denen fleischfressende Pflanzen existieren und Reisenden gefährlich werden können. Durch einen Fluch, den die Drow während des Massakers hier aussprachen, sind die Wasservorkommen und Quellen der Gegend tiefer, fast schwarz-purpurner Farbe. Für die Pflanzen, Tiere und Nichtelfen ist es dennoch genießbar. Für Elfen der Oberwelt, somit also Nichtdrow, ist es jedoch leicht giftig und verursacht ein Fieber. Füllt man jedoch Wasser ab und entfernt es aus dem Dunkelwald, wird es binnen eines Tages zu reinem, klaren und ungefährlichem Wasser. Hingegen verfällt mitgebrachtes Wasser bei längerem Aufenthalt im Dunkelwald den Fluch.[2]

Es gibt nicht mehr viele markante Orte im Dunkelwald und seinem Zentrum. Doch schon zur Zeit, als der Elfenhof noch eine lebendige Stadt war, waren ihre Bereiche weit voneinander entfernt und gingen in der umgebenden Natur auf. Heute existieren nur noch von Moosen und Flechten und allerlei anderen Pflanzen überwucherte Reste. Manchmal wird man noch Erahnen können, wo sich Straßen, Höfe und Gebäude befanden. Brunnen und Wasserfontänen sind, bis auf einen, nicht mehr in Funktion.[5]

MagieBearbeiten

Der alte Elfenhof und seine Tempel waren voll von elfischer Magie, deren Spuren die Orte noch heute durchströmen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sie durch die lange Zeit verkümmerten oder gar durch die dunkle Magie der Drow korrumpiert wurde. Manche Dinge mögen noch funktionieren, doch oft nicht so, wie beabsichtigt und durchaus mit unangenehmen Nebenwirkungen. So mag ein Zauber, der einst in Konzerthallen die wunderschönen Sangeskünste und die Musik für alle hörbar machte, nun das Jaulen einer Banshee oder eines Leucottra verfielfachen, Pfeile, im Elfenhof verschossen, werden ihre Ziele nicht treffen und so Manches mehr.[5]

BewohnerBearbeiten

Die dominierende Spezies des Gebiets sind heute Spinnen jedweder Größe und Art, sowie Gargylen, Fomorianische Riesen, Mites, große Rudel an Gibberlingen. Es gibt aber auch Untote, wie Todesfeen, Gespenster und dergleichen, oft die qequälten Geister der hier dahingemetzelten Elfen und Zwerge. Aber auch Hags und Zombies finden sich hier.[2] Dann gibt es natürlich auch noch normale Tiere, wie sie im restlichen Wald von Cormanthor zu finden sind. Von den Sylvanern wagen sich nur Kentauren und einige Grünelfenklans in den Dunkelwald. Sie patrouillieren an seinen Grenzen und verhindern eine Ausbreitung der Monster auf andere Gebiete.[5]

QuellenBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Steven E. Schend, Kevin Melka (1998). Cormanthyr: Empire of the Elves, S. 106. TSR, Inc.ISBN 0-7069-0761-4.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Steven E. Schend, Kevin Melka (1998). Cormanthyr: Empire of the Elves, S. 107. TSR, Inc.ISBN 0-7069-0761-4.
  3. Steven E. Schend, Kevin Melka (1998). Cormanthyr: Empire of the Elves, S. 33. TSR, Inc.ISBN 0-7069-0761-4.
  4. Steven E. Schend, Kevin Melka (1998). Cormanthyr: Empire of the Elves, S. 109ff.. TSR, Inc.ISBN 0-7069-0761-4.
  5. 5,0 5,1 5,2 Steven E. Schend, Kevin Melka (1998). Cormanthyr: Empire of the Elves, S. 108. TSR, Inc.ISBN 0-7069-0761-4.

LiteraturBearbeiten

2. Edition D&D

3. Edition D&D

Romane

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