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Die Geschichte Nexalas begann einige Jahrhunderte vor Ankunft der Goldenen Legion und hat seitdem den Kontinent Maztica im Prinzip bis zum Fall des Reiches in der Nacht des Klagens bestimmt.

Die Große WanderungBearbeiten

Als die großen Reiche der Payit im Osten des Kontinents zerfielen und die Menschen ihre Städte verließen, begann im Zentrum Mazticas ein dynamischer Aufschwung. In den zentralen Bereichen des Kontinents, an jenen Seen zu Füßen rauchender Berge gab es zu jener Zeit eine andere Kultur. Im Tal oder in dessen Nähe hatten die Menschen mehrere große Städte gegründet. Diese waren Cordotl, Tezat, Azatl, Zokil und viele andere. Sie bekämpften sich um des reinen Kämpfens willen und zu Ehren ihrer Herren. Ihre einzige Bestimmung war der Kampf selbst. Während sie miteinander fochten, kamen Fremde aus dem Norden. Ein rauer und wilder Stamm aus der Wüste. Sie hatten keine Vorfahren, von denen man berichten kann, nur eine Verbindung zu den Hundsleuten. Doch ausgerechnet diese unzivilisierte Gruppe sollte fortan die Wahre Welt beherrschen.[1]

Niemand weiß wie lang diese Neuankömmlinge gewandert waren, ehe sie ihre neue Heimat erreichten.[1] Sie kamen in das Tal von Nexal als Eindringlinge und doch waren sie von Beginn an stark und gefährlich. Sie verbündeten sich mit Tezat, der damals mächtigsten Stadt im Tal. Sie dienten ihr für viele Jahre als Krieger und gewannen Schlachten in ihrem Namen. Sie nannten sich selbst Mazticer und besaßen eine eigene Geschichte ihres Ursprungs.[2]

Die Geschichte des UrsprungsBearbeiten

Die Mazticer haben von Beginn an den Gott Zaltec vor allen anderen verehrt und dies mit einer Leidenschaft, die alle anderen Götter in den Schatten stellt. Diese Hingabe wurzelt in jener Zeit, als sie noch eine Ödnis im Norden bewohnten. Ob es eine Wüste, ein Sumpf oder eine Küste war, ist nicht bekannt, nur dass es ein Ort der Krankheit und des Mangels an Nahrung war.[2]

Es heißt, dass einst einer ihrer Priester namens Tecco ein Jahr lang die öde Welt nach einer Vision durchwanderte und in einer Höhle den Gott Zaltec traf. Zunächst fand er dort nur eine steinerne Säule, doch diese verwandelte sich in das Abbild des Gottes. Zaltec befahl ihm die Mazticer zu führen und das Land zu verlassen, da ihre Zukunft an einem fernen Ort lag.[2] Er sollte sie nach Süden in ein Tal führen, von wo aus sie die Welt in seinem Namen beanspruchen würden. Tecco tat wie geheißen, nahm die steinerne Säule mit sich und kehrte zu seinem Stamm heim. Sie nahmen ihre Habe, sowie die heilige Steinsäule und zogen für viele Jahre durch die Wahre Welt, stets auf der Suche nach dem prophezeiten Ort. Man weiß nicht, wie lang die Reise dauerte, doch es war wohl erst der Enkel von Tecco, der Schamane Cattl, welcher den Stamm letztlich in das Tal von Nexal führte.[3]

Das Große TalBearbeiten

Als die Mazticer das Tal erreichten, war dieses jedoch von Menschen bewohnt, die wohlhabender und mächtiger waren, als sie es zu sein schienen. Doch die Mazticer waren sich ihrer Sache sicher, denn nur sie waren die Auserwählten von Zaltec. Als neues Heim beanspruchten sie die flache Insel im See. Es war ein Land, das niemand sonst wollte. Die Mazticer gründeten hier dennoch ihr Dorf und schon bald erhob sich zwischen den primitiven Hütten eine Pyramide zu Ehren ihres hungrigen Gottes. Je mehr das Dorf zur Stadt heran wuchs, umso breiter und höher wurde die Pyramide, bis sie schließlich ein Wunder der Wahren Welt selbst wurde. Bis dahin war es jedoch noch ein schwieriger Weg, war doch Tezat die mächtigste Stadt im Tal. Die Mazticer begaben sich zunächst unter ihren Schutz und boten ihre Dienste als Krieger an. Die Stadt stand im Konflikt mit der südlicheren Stadt Azatl und dem westlich gelegenen Zokil. Viele kleinere Siedlungen waren mit den großen Städten verbündet und eine Art fragiles Gleichgewicht herrschte im Tale von Nexal.[3] Keine der drei Städte konnte die Vormachtstellung ergreifen, da sich immer zwei gegen eine verbündeten, wenn diese zu mächtig wurde. Hier nun griffen die Mazticer ein, stand doch ihre Insel direkt zwischen den Städten. Auf der öden Insel stellten sie ihren heiligen Stein auf und ihre Zahl wuchs stetig.[4]

Sie brachten in das Tal eine neue Kraft der Verehrung und Hingabe zum Krieg. Kein Krieger einer der anderen Städte war so furchtlos und wild im Kampf, kein Bogenschütze vermochte so genau zu treffen, wie die Mazticer. Immer mehr verließen sich die Tezat auf ihre neuen Verbündeten. Sie bildeten die vordersten Reihen, sicherten die Nachhut, sie kämpften und starben, aber am Wichtigsten von allem, sie nahmen Gefangene. Die Opferungen von Gefangenen war kein Novum im Tal und die Städte kannten schon lang eine solche Praxis, um einen Sieg zu feiern. Krieger erhielten Ansehen nicht nach Zahl erschlagener Feinde, sondern der Anzahl ihrer Gefangenen. Doch die Mazticer brachten die Opferungen zu Ehren von Zaltec in blutigste Höhen. Mit dem Ausmaß dieser Taten wuchs auch die Zahl ihrer Siege und ihr Ruhm. Ihre Taten wurden zum Beispiel für die Bewohner des Tales und nun wollten sich alle in der Hingabe und Opferbereitschaft übertreffen.[4]

Verrat und DiplomatieBearbeiten

Mit Hilfe der Mazticer gelang es der Stadt Tezat beinahe die Vormachtstellung im Tal zu erreichen. Sie erhielten die höchsten Tributzahlungen und verlangten immer mehr von ihren Nachbarn. Diese fürchteten sich vor den Verbündeten der Stadt und dennoch gedieh ein rebellischer Geist. Als die Spannung am Höchsten war, ging der Kriegshäuptling der Mazticer zu den Führern der Feinde von Tezat und schlug ihnen ein neues Bündnis vor. Sorgsam planten die Mazticer ihren Coup in Form einer Entscheidungsschlacht.[4]

Als die Armee von Tezat vorrückte, sicherten die Mazticer wie gewohnt ihre Flanken. Doch fielen plötzlich sie über die Tezat her und ihre neuen Verbündeten stürmten ebenfalls heran. Die Tezat flohen in ihre Stadt, doch auch dort wurden sie weiter bedrängt. Die Mazticer selbst drangen bis ins Herz der Stadt vor und stürmten die heilige Pyramide mit dem Altar des Sonnengottes Tezca, welche sie nun in Brand steckten. Groß und grausam waren die folgenden Opfer und Schlachtungen zu Ehren von Zaltec. Als Führer und Sieger beanspruchten die Mazticer die meisten Schätze und Sklaven. In der Folge dieses Sieges wurde ihre Insel zur wahren Stadt und sie selbst die neuen Herren des Tales. Durch geschickte Diplomatie, Drohungen[5] und Heirat wechselten sie ständig ihre Allianzen und konsolidierten ihre Macht.

Ihre Zahl wuchs stetig und mit Hilfe des Pluma schufen sie schwimmende Gärten und erweiterten ihre Insel inmitten des Sees. Steingebäude wurden errichtet und immer größere Pyramiden für alle Götter erbaut. Doch immer überragte der Tempel des Zaltec alle anderen Pyramiden der Stadt. In seinem Inneren blieb die Sandsteinsäule, welche einst der Priester Tecco gebracht hatte. Nun nahmen die Mazticer den Namen ihrer neuen Heimat an und nannten sich fortan Nexala, um so ihren Herrschaftsanspruch auch als Titel zu feiern. Ihre Stadt wurde seitdem Nexal geheißen und bald das Herz der Wahren Welt.[6]

Die Geburt eines ImperiumsBearbeiten

Mit der wachsenden Macht der Mazticer änderte sich auch die Rolle ihrer Kriegshäuptlinge. Von nun an wurden sie die Revered Counselors und nur noch jene kamen in das Amt, welche sich besonders ausgezeichnet hatten. Der erste von ihnen war Ipana, später als Ipana I. bekannt, als zwei Nachfolger mit dem selben Namen folgten. Er übernahm die Regentschaft etwa 240 Jahre vor Ankunft der Goldenen Legion. Er vereinte die Städte des Tales unter seiner harten Hand und die Städte Azatl und Zokil wurden von den Nexal absorbiert. Ihre Führer und Adligen wurden zu simplen Höflingen von Ipana. Ihre Götter wurden jedoch nicht gebannt, da in Maztica Platz für alle Religionen herrschte. Dennoch wurde in jeder Stadt ein Tempel für Zaltec errichtet. Nur Tezat gelang es sich der völligen Kontrolle durch Nexal zu entziehen. Nexal gewann dennoch weiter an Macht und sammelte auch Tribute und Sklaven aus der Stadt Tezat. Dennoch bewahrte sich der einstige Schutzpatron der Mazticer während der fünfunddreißig Jahre währenden Herrschaft Ipanas ihre Identität. Nach Ipana folgte sein Enkel Tenoch und versuchte über zwanzig Jahre[6] das rebellische Tezat in sein Reich einzugliedern. Erst dessen eigener Sohn Ipana II. war in seiner 12-jährigen Regentschaft erfolgreich. Durch Tücke und Verschlagenheit gelang ihm, woran seine Vorgänger scheiterten.[7]

Im sechzigsten Jahr der Machtübernahme der Nexal gab er ein großes Bankett und lud alle Häuptlinge des Tales ein. Über einen Monat währten die Feierlichkeiten und die Gäste aus Tezat wurden mit Giften und Drogen gefüttert, welche die Priester des Zaltec geschaffen hatten. Dennoch zeigten sie am Ende der Feiern keine Anzeichen dieser Sonderbehandlung. Doch im folgenden halben Jahr erkrankten alle Weisen, Führer, Häuptlinge und Priester von Tezat auf mysteriöse Weise. Zwar wurde Verrat hinter ihrem plötzlichen Tode vermutet, aber nie bewiesen. Das Machtvakuum in der Stadt war so groß, dass Nexal mit einiger Beeinflussung die Stadt in sein Reich eingliedern konnte. Doch einer Ironie der Geschichte gleich, wurde das selbe Gift später benutzt, um sieben Jahre darauf die Herrschaft von Ipana II. zu beenden. Sein zehnjähriger Sohn Ipana III. folgte ihm auf den Thron und eine neue Ära sollte beginnen. Er herrschte für einundfünfzig Jahre und während jener Zeit gerieten immer mehr Städte im Tal unter die Knute von Nexal. Selbst dies war nur der Auftakt zu noch größeren Eroberungen und stetig sollte die Macht Nexalas wachsen, bis hin zu den Tagen von Naltecona, unter dessen Herrschaft das Reich seine größte Ausdehnung erlangte.[7]

Die FederkriegeBearbeiten

Nachdem die Befriedung des Tales abgeschlossen war, gab es für Ipana III. keine Feinde mehr. Dennoch verlangte es den Gott Zaltec nach immer mehr Herzen und wollte man sich seines Schutzes weiterhin versichern, brauchte es auch neue Opfer. Ipana III. kam nun auf eine neue Idee, welche andernorts sicher absurd erschienen wäre. Ob sie ihm allein entsprang, oder seine tückischen Priester ihren Anteil hatten, ist nicht überliefert. Der Herrscher ließ den Städten des Tales befehlen eine große Zahl an Kriegern für eine Zeremonie, welche Federkriege genannt wurde, in die Stadt zu kommen.[7] Der einzige Sinn bestand darin, Gefangene und damit Opfer von den anderen Mächten für den Gott zu erhalten. Dazu begannen die Armeen von Tezat, Azatl, Zokil und Nexal sich selbst auf einem Schlachtfeld an dem See zu bekämpfen. Adlige, Höflinge und Frauen schauten dem grausigen Spiel zu. Einen ganzen Tag dauerte der Kampf, bis alle Stämme genug Gefangene gemacht hatten, um den Hunger Zaltecs für lange Zeit zu stillen. Ipana III. führte selbst seine Armee und machte mit damals zwanzig Jahren bereits zwei Gefangene. Damit gewann er sich den Respekt seiner Krieger, die ihn bis dahin nur als schwachen Emporkömmling betrachtet hatten. Auch hatten die Nexalaner mehr Gefangene gemacht, als alle anderen Städte und für viele Jahre war Zaltec durch die zahlreichen Opfer befriedigt. Die kommenden Ernten waren reichlich und Regen viel zur Genüge. Doch irgendwann war auch der letzte Gefangene dem Gott geopfert und die Priester riefen nach weiteren Opfern. Erneut kam es zum Federkrieg und dies mal noch beeindruckender als zuvor. Diesmal gelang es den anderen Städten jedoch zusammen mehr Gefangene zu machen, als Nexal und Ipana III. sah sich gezwungen in Zukunft Opfer außerhalb des Tales zu suchen.[8]

Er begann mit einigen raschen Feldzügen und eroberte Cordotl und Palul im Osten des Tales von Nexal. Als nächstes ließ er seine Armeen gegen das wilde Kultaka vorrücken. Doch diese widerstanden den Angriffen stetig. Frustriert von seiner ersten Niederlage ließ Ipana III. sein Heer westwärts ziehen. Sie kamen in das trockene und bergreiche Land der Huacli. Zunächst eroberten sie die östlichste Stadt Ixtal und verbrannten dort den Tempel. Fünftausend Gefangene sollen sie dabei gemacht haben und mit ihnen die Altäre von Nexal in Blut getränkt haben. Mit Pulco verhandelten sie und letztlich schloss sich diese zentrale Stadt dem Reich an. Mit ihrer Hilfe eroberten sie im kommenden Jahrzehnt das Umland und drei weitere Städte fielen unter einem wilden und blutigen Kampf. Nur die sechste Stadt, das ferne Otomi konnte einer dreijährigen Belagerung widerstehen und zwang die Nexalan zum Rückzug.[8] Bald darauf starb der Herrscher und dessen Großneffe Tolco übernahm die Regentschaft. Er hatte sich dies durch seine Taten als General der Armee verdient und soll eigenhändig mehr als einhundert Gefangene gemacht haben.[9]

Konsolidierung und WachstumBearbeiten

Nach der Aufgabe der Belagerung von Otomi beschloss der neue Führer nun sich wieder dem alten Feinde Kultaka zuzuwenden. Er sandte eine große Streitmacht in das bergige Land, doch diese wurde auf den Pässen von den Einheimischen in einem Hinterhalt erwartet und vernichtend geschlagen. Es war dies die größte Niederlage, welche Nexala bis dahin erlitten hatte und mehrer Tausend Nexalaner gerieten in Gefangenschaft. Geschockt suchte Tolco nach einem anderen Gegner und fand ihn in Pezelac. Doch auch hier war kein leichter Sieg zu erringen. Für mehrere Jahre sandte er seine Armeen in das Land und immer wieder kehrten sie auch siegreich und mit genug Opfern für den hungrigen Zaltec heim.[9]

Nach einem Jahrzehnt, in dem es nicht gelang Pezelac niederzuwerfen, beschloss er erneut einen Angriff auf Kultaka zu wagen. Dieses Mal war seine Armee vorbereitet und Späher erkundeten die Pässe und versuchten Hinterhalte zu verhindern. Beinah ungestört gelangten sie so bis an die Stadt Kultaka, wo sie letztlich das Heer des Feindes stellten. Die Schlacht währte den ganzen Tag und schlussendlich verloren die Feinde Tolcos an Boden.[9] Doch das Schicksal meinte es anders und ein Pfeil durchbohrte die Rüstung von Tolco, als dieser zu siegen schien. Sofort brachen die Nexala den Kampf ab und versammelten sich zu Ehrungen um ihren sterbenden Führer, während die Kultakaner sich in ihre Stadt zurückzogen. Als jedoch Tolco seinen Verletzungen erlag, waren seine Armeen so entmutigt, dass sie den Kampf ganz aufgaben und sich zurückzogen.[10]

Nun folgte eine Enkel von Ipana III. auf dem Thron, bekannt als Tenoch II. Er herrschte für einundzwanzig Jahre und unter seiner Regenschaft kam kein neues Land hinzu. Allerdings begann nun der Handel im Reich zu florieren und der sechste Revered Counselor festigte die Herrschaft der Nexala allerorten. Es war Tenoch II. zu verdanken, dass nun auch Straßen aus dem Tal heraus gebaut wurden und die erste Straße verband bald darauf Cordotl und Palul mit dem Herzen des Reiches. Eine zweite Straße wurde gen Westen in das Land Huacli gebaut. Herbergen wurden entlang der Straßen errichtet und Patrouillen sorgten für ihre Sicherheit. Eine dritte Straße wurde jedoch nicht fertiggestellt, nachdem die Pezel gegen ihre Tributzahlungen rebellierten. Tenoch ließ eine Armee unter Führung seines Sohnes Chimal nach Pezelac marschieren. Sie vernichteten eine der kleineren Städte derart brutal, dass bald darauf die gesamte Nation aufgab und fortan Tributzahlungen an Nexal leistete. Außerdem kehrte Chimal mit zahlreichen Schätzen, Sklaven und Opfern heim. Daraufhin wurde der Tempel von Zaltec in Nexal erweitert und noch höher gebaut, um einem Opfer von 5000 Menschen gebührende Ehre zu erweisen. Nur noch die legendäre Pyramide von Tewahca ist höher als die Pyramide des Zaltec in Nexal seit jenen Tagen.[10]

Ausweitung des HandelsBearbeiten

Als sein Vater starb, folgte ihm erwartungsgemäß Chimal auf den Thron und herrschte für achtzehn Jahre. Seine Kriege beschränkten sich auf kleinere Kampagnen gegen Kultaka, die hauptsächlich dazu dienten Opfer für den Blutdurst der Götter zu fangen.[10] Unter seiner Herrschaft wurden die Städte Pezelacs in das Handelsnetzwerk des Reiches integriert und einige Händler begannen sogar damit bis nach Payit vorzudringen. Zum ersten Mal kam es damit auch zum Kontakt zwischen Ulatos und Nexal. Chimal begann sogar mit Verhandlungen, die einen limitierten Handel mit der widerspenstigen Stadt Otomi ermöglichten. Als Chimal starb, kam sein Sohn Totep an die Macht. Doch er war ein schwacher Herrscher und fiel sechs Jahre darauf einem Anschlag zum Opfer.[11] Es heißt sein Neffe Zomoc soll dabei eine Rolle gespielt haben. Zumindest folgte nun dessen Regentschaft. [12]

Die letzte EroberungBearbeiten

Der neue Herrscher wollte einmal mehr als Eroberer in die Geschichte eingehen, doch hatte er aus der Geschichte gelernt und ließ von den Otomi und Kultaka ab. Stattdessen wandte er sich gen Südwesten gegen das primitive Volk von Kolan. Sie lebten in einigen furchtbaren Tälern an der sonst öden Westküste, weitab von Nexal oder den Huacli. Ein blutiger Krieg währte nun zwei Jahrzehnte und nicht selten verbrannten die Kolan lieber ihre Siedlungen, als sie in Feindeshand fallen zu lassen. Zomoc selbst blieb in seiner Hauptstadt und schickte nur seinen Heerführer Coyo, der letztlich siegreich mit vielen Sklaven heimkehrte und die Tempel der Kolan verbrannt hatte.[12] Nach ausgiebigen Feiern endete er jedoch auf dem Opferaltar Zaltecs und Zomoc verbrachte den Rest seiner Herrschaft in Angst vor Intrigen und Rache.[13]

Nach Zomocs Tod wurde die direkte Ahnenreihe der Herrscher unterbrochen und fortan wählten die Adligen der Stadt ihren Führer aus einem entfernten Zweig der Familie. Der neue hieß Izco und er bestieg den Thron fast genau ein Jahrhundert vor Ankunft der Goldenen Legion. Seine und die Herrschaft seines Sohnes Izco II. wurde eine Zeit kultureller Blüte und des Wachstums. Der Handel florierte und auch der Tribut aus eroberten Gebieten floss reichlich. Die Große Pyramide wurde zur Zeit der Trhonfolge von Izcos Sohn erweitert und ein Opfer von 1.000 Herzen dar gebracht. Doch schien dies nicht genug für den hungrigen Gott und der Vulkan Zatal brach aus. Sogleich ließ man einen neuen Federkrieg veranstalten und gewann Tausende neuer Opfer, um den Zorn des Gottes zu besänftigen.[13]

Als nächstes folgte Pakli und seine Regentschaft wurde erneut von Konflikten getrieben. Er ließ Feldzüge gegen die Otomi, sowie ins Land der Huacli und sogar gegen Kultaka führen. Außerdem entsandte er eine Armee durch Pezelac, um das Land der Payit unter seine Kontrolle zu bringen. Doch damit strapazierte er auch die Finanzen des Reiches und zugleich endete die Expedition nach Kultaka in einem weiteren Disaster. Als die Nachricht über diese Niederlage sich in Huacli verbreitete, kam es dort zu Aufständen und so musste auch der Feldzug gegen die Otomi abgebrochen und für drei Jahre die Revolte in Huacli niedergekämpft werden. Danach musste sich Pakli für den Rest seiner Herrschaft mit Revolten der Kolan und der Bewohner von Pezelac plagen und sein Dahinscheiden nach 14 Jahren Regentschaft erschien so manchem als Segen.[14]

Die kriegerische Herrschaft des ChalcoBearbeiten

Nach all den Problemen erwählte man nun mit dem Krieger Chalco einen fähigeren Mann. Sofort führte er eine straff organisierte Expedition gegen Kultaka und es gelang zumindest mehr Gefangene heimzubringen, als in irgendeiner Schlacht der Vergangenheit. Die Armee Nexalas war sogar drauf und dran die Hauptstadt des Feindes einzunehmen, doch sammelten sich ihre Feinde unter dem berüchtigen jungen Krieger Takamal. Mit ihm an der Spitze und der Angst um ihre Heimat im Rücken fochten sie eine Schlacht, die zur Legende wurde. Chalco musste sich zurückziehen, doch brachte er mehr als Zehntausend Gefangene nach Nexala. Kurz darauf wandte er sich mit seiner Armee wieder gegen Otomi und mit Hilfe der Huacli eroberte er die Täler seiner Feinde und belagerte ihre Stadt. Letztlich gelang es ihm die Stadt zu erobern und die Tempel zu verbrennen. Doch viele Otomi flohen in die Berge und Tausende überlebten[15] dort für Jahre, bis Chalco letztlich ihre Heimat verließ. Sie kamen nun zurück und bauten ihre Stadt wieder auf. Zugleich wurde die Herrschaft Chalcos von einigen religiösen Dingen geprägt. So ließ der Herrscher nach der legendären Heimat der Nexala hoch im Norden suchen und den Ort, an dem sich Zaltec dem Priester Tecco offenbart hatte. Auch sandte er Expeditionen in das Haus des Tezca, um die sagenumwobene Stadt Tewahca zu suchen. Beide Suchen blieben bis zu seinem Tod nach 26-jähriger Herrschaft ohne Erfolg, doch das Imperium hatte nun seinen Gipfel erreicht.[16]

Der Vorletzte HerrscherBearbeiten

Der neue Herrscher hieß Axalt und er war noch ein Jüngling, als er den Thron bestieg. Dennoch war er schlau und geeignet für sein hohes Amt. Eine Reihe kleinerer Kampagnen gegen Kultaka wurden gestartet, wenngleich ohne nennenswerten Erfolg. Dabei erwies sich jedoch sein Sohn Naltecona als besonders fähiger Heerführer. Unter Axalts Herrschaft sollte ein weiterer Palast gebaut werden, der später Ort dramatischster Ereignisse wurde.[16] Er starb nach zwanzig Jahren noch relativ jung und sein Sohn sollte nun das Reich in die kommende Krise führen.[17]

Zeichen und WunderBearbeiten

Naltecona übernahm das mächtigste Imperium, dass die Wahre Welt je gesehen hatte, doch schon zwölf Jahre später sollte er sterben und mit ihm das gesamte Reich.[17] Als Erstes ließ er sich jedoch einen neuen und noch prächtigeren Palast bauen und seine Fertigstellung mit 5.000 Opfern auf den Götteraltären feiern. Doch noch während dieser Bautätigkeit begannen andere Zeichen und Wunder die Bevölkerung zu beunruhigen. Im zweiten Jahr seiner Herrschaft erschien ein großes Licht, heller als jeder Stern, am Himmel und brannte für zwanzig Tage. Rasch ließ Naltecona aus Furcht vor dem Zorn der Götter einen Feldzug gegen Kultaka starten, um Gefangene für Opferungen zu erlangen.[18] Doch Takamal obsiegte und so ließ Naltecona stattdessen die heimkehrenden Führer seiner Armee auf den Altären opfern. Kurz darauf brach ein Feuer auf der Großen Pyramide Nexalas aus und der Tempel Zaltecs brannte nieder. Ein Jahr später kam es zu einem roten Sonnenaufgang, wobei sich das Rot im Lauf des Tages verstärkte und der ganze Himmel in Blut getränkt schien. Natürlich zogen die Priester Zaltecs an diesem Tag alle zum Altar, die sich als Opfer eigneten und anscheinend besänftigte es den Gott und der Himmel war am folgenden Tag von normaler Farbe.[19]

Von nun an erschienen jährlich wechselnde Omen und Zeichen kommenden Unheils. Exakt ein Jahr nach dem blutroten Himmel spuckte der Vulkan Zatal Ashe und Rauch und für zwölf Tage verdunkelte er den Himmel über dem Tal. Im Jahr darauf kam ein Jäger zu Naltecona und berichtete er habe ein gefiedertes und nie gekanntes Tier gejagt. Als er glaubte es sicher treffen zu können, lösten sich seine Pfeile auf und stattdessen sprach das Wesen zu ihm. Es befahl ihm von diesem Ereignis dem Herrscher zu berichten. Da er auf Drängen Nalteconas jedoch nicht mehr zu sagen vermochte, endete er auf einem Opferaltar. Danach begann Naltecona über diese Zeichen nachzudenken und zum ersten Mal mehr in ihnen zu erkennen.[19] Insbesondere die Federn machten ihn stutzig, gab es doch nur ein Wesen mit einer federnen Mähne, den verschwundenen Gott Qotal. Im Jahr darauf schienen sich seine Befürchtungen zu bestätigen, träumte er nun selbst von einem großen Kanu, welches im östlichen Ozean auf die Küste zu segelte und vor dem er sich genötigt fühlte niederzuknien. Ein Jahr später kam es zu einem Sandsturm im Haus des Tezca, welcher hoch in den Himmel aufragte und für sechs Tage die Form einer Pyramide annahm. Die Priester Zaltecs schrien nach mehr Opfern um den Gott zu besänftigen und so sandte Naltecona seinen Neffen, den Adlerkrieger Poshtli, gegen Kultaka aus. Trotz Takamals weiser Führung, gelang es dem jungen Krieger einer Falle zu entgehen und den Feldzug erfolgreich mit vielen Gefangen abzuschließen. Poshtli wurde damit der wichtigste Ratgeber seines Onkels und die Adlerkrieger umso bedeutender. Dennoch kam es im Jahr darauf zu einem neuen Omen und die einst schneeweißen Höhen des Zatal hatten sich über Nacht blutrot gefärbt. Nach zahlreichen Opferungen nahm er erst zehn Tage später wieder seine normale Farbe an. Am nächsten Jahrestag der Zeichen gebar Nalteconas zweite Frau ein Kind. Dieses war jedoch bei der Geburt tot, doch verwunderlicher noch, war es von weißer Hautfarbe, statt dem normalen Bronzeton der Mazticer.[20]

Quellen Bearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 17. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  2. 2,0 2,1 2,2 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 18. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  3. 3,0 3,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 19. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  4. 4,0 4,1 4,2 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 20. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  5. Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 21. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  6. 6,0 6,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 22. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  7. 7,0 7,1 7,2 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 23. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  8. 8,0 8,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 24. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  9. 9,0 9,1 9,2 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 25. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  10. 10,0 10,1 10,2 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 26. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  11. Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 27. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  12. 12,0 12,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 28. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  13. 13,0 13,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 29. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  14. Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 30. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  15. Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 31. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  16. 16,0 16,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 32. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  17. 17,0 17,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 33. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  18. Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 34. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  19. 19,0 19,1 Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 35. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.
  20. Douglas Niles (1990). Maztica Campaign Set, A Journey to the True World, S. 36. TSR, Inc.ISBN 1-56076-084-2.

LiteraturBearbeiten

2. Edition:

Romane:

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