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Luiren ist ein kleines, bewaldetes Land zwischen Dambrath und Estagund. Die Grenze bilden im Norden die Toadsquat-Berge und im Süden die Große See. Luiren ist auch als das Land der Halblinge bekannt, da sie die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Darüber hinaus ist das Land berühmt für sein Essen, seine Braukünste und für die Schnitzkunst. Luiren ist relativ wohlhabend und sehr gut in der Lage sich gegen Eindringlinge und Piraten zu verteidigen.[1]

GeographieBearbeiten

Die nördliche Hälfte Luirens ist mit einem großen Wald bedeckt, der etwa 90 Meilen von Nord nach Süd und 300 Meilen von Ost nach West reicht. Im Osten dieses Waldes leben zahlreiche Monster, während der Westen eher ein dichter Dschungel mit normalem Tierbestand ist. Die Sommerhitze ist hier sehr ausgeprägt und nur der stetige Wind vom südlichen Meer macht Leben erst möglich. Im Winter bringt der starke Regen oft Handel und Reisen zum Erliegen. Die Straßen werden während drei Monaten Dauerregens zu Schlammlöchern. Jedoch hat dieses extreme Wetter sein Gutes und in den Ebenen südlich des Waldes gedeihen Obst und Früchte bestens.[1]

GeschichteBearbeiten

Die Halblinge von Luiren beanspruchen für sich, dass dies die Urheimat aller Halblinge in den Reichen sei. Zumindest ist wohl wahr, dass hier bereits seit vielen Jahrhunderten, vielleicht gar Jahrtausenden, Halblinge leben. Die Geschichte des Landes ist auch die von Eroberern und zahlreiche Barbaren aus Dambrath, sowie dem Königreich Estagund und sogar die Monster von Veldorn haben Luiren heimgesucht. Dennoch wurden sie in jedem Fall immer wieder besiegt und sie machten stets den Fehler das Kleine Volk zu unterschätzen.[2]

In den späten 1360ern erfreute sich das Land jedoch großen Wohlstands. Die Handelsnation Durpar zählt dabei sogleich zu den wichtigsten Partnern und Konkurrenten. Die Halblinge bauten auf diese Verbindung, da auch die Durpari sich sehr gut gegen Invasoren aus Dambrath zu wehren verstanden. So wussten die Bewohner Dambraths stets, dass sie sich den Zorn von Durpar, aber auch Var und Estagund zuziehen würden, wenn sie versuchen sollten ihren Einfluss weiter gen Osten auszubreiten. So hielt die drohende Gefahr von Embargos und militärischen Konsequenzen aus jener Richtung sie auch davon ab, allzu aggressiv gegen Luiren vorzugehen.[2]

BewohnerBearbeiten

Etwa 95 % der Bewohner Luirens waren in den späten 1360ern Halblinge und der Rest Menschen. Da Gnome bei Halblingen nicht sonderlich beliebt sind, gab es nie viele von ihnen im Lande. In den Toadsquat-Bergen leben einige Zwergenstämme und im Wald gibt es auch Elfen. Beide Völker haben aber kaum etwas mit den Halblingen zu tun. In den Bergen gibt es außerdem zahlreiche Oger. Ansonsten blieb Luiren von weiteren humanoiden Monstern weitgehend verschont.[3]

Sitten und BräucheBearbeiten

Die Halblinge haben wenige Gesetze, aber dafür viele Bräuche. So bewirten sie ihre Gäste sehr ausgiebig und viele wohlhabende Bewohner haben auch einen ausgezeichneten Koch fest angestellt. Manch einer lernt sogar selbst das Kochen von Gourmetklasse. Neue Rezepte und Geschmäcker können ihre Erfinder sehr Reich machen und ihnen großen Ruhm bescheren. Dabei wird der Erfinder neuer Köstlichkeiten sich großer Beliebtheit erfreuen und stets gern gesehener Gast auf Feiern und Festen sein. Es heißt schließlich, dass nur der Erfinder selbst seiner Erfindung zur Ehre gereichen kann.[3]

Das Kleine Volk ist stets höflich und das auch zu jenen, die sie vielleicht später erschießen müssen. Einen großen Trampel betiteln sie stets so, wie er es gern hören möchte, wissen sie doch, dass dies seine Rüstung nicht besser und sein Rücken kein schwereres Ziel für ihre Waffen werden lässt.[3]

Des Weiteren gibt es das Frühlings- und Herbstfest in Luiren. So wird am Ende der Regenzeit ausgiebig ein dreitägiges Fest gefeiert, dass von Besuchern für eines der wildesten in den Reichen gehalten wird.[3]

Halblinge nehmen oft die Namen ihrer Handelsgüter und Berufe an, oder von etwas zu Essen. So gibt es die Familie Bäcker, Bierbrauer und Schnitzer ebenso, wie die Sandwichs und die Pasteten.[4]

WirtschaftBearbeiten

Die Halblinge konkurrieren stark mit den Händlern von Durpar und ihre Waren gehen weit in die Reiche hinaus. Auch wenn sie selbst nicht die nötige Infrastruktur besitzen, gibt es doch das Luiren Stout im ganzen Schimmernden Süden. Der Frühlingskäse aus Luiren soll sogar in Tiefwasser bekannt sein. Alles in Allem wird ein freundliches Wesen, nicht zu sehr mit seinem Geld verbunden, mit den Bewohnern Luirens sehr gut auskommen. Sie behandeln andere genau so, wie diese sie selbst behandeln. Da die großen Wesen meist versuchen die vom Kleinen Volk zu übervorteilen, tun die es umgedreht ebenso. Entlang der Handelsrouten gibt es viele Herbergen für große und kleine Besucher, abseits davon ist vieles jedoch nur in Halblingsgröße zu finden. Oft müssen da die Großen auf die Ställe ausweichen.[3]

Luiren ist ein geschäftiges Land und die Waren und Lebensmittel werden von hier aus zu allen größeren Städten im Süden verbracht. Dinge, die das Land über das Meer verlassen, werden meist von Händlern aus Durpar gekauft und verschifft. Sie kaufen gern das hier gebraute Stout, die Salcakes und den einen oder anderen Frühlingskäse. Es gibt hier keine eigene Währung und am häufigsten findet sich im Lande das Geld aus Durpar. Aber auch Geld aus Dambrath und die Elektronmünzen aus Halruaa finden sich in den Börsen der Halblinge. Tauschhandel ist ebenfalls weit verbreitet und viele Halblinge in den abgelegenen Orten sehen auf Jahre keine Münze. Andere in den Städten haben hingegen derartige Mengen angehäuft, dass sie mit den Reichen anderer Ländern konkurrieren könnten.[5]

Das Luiren Stout ist ein weitverbreitetes und beliebtes Bier von dunkler Farbe und großer Stärke. Man findet es nicht nur im ganzen Süden, sondern sogar in der Zwergenstadt Underhome. Bouqthi ist eine beliebte Pastete im Lande, eignet sich aber kaum zu Export. Salbrot ist ebenfalls eine Erfindung des Kleinen Volkes und diente einst für die Seeleute auf Reisen, ist jedoch auch bei den Händlern aus Durpar sehr beliebt. Da ihm auch Orangen und Zitronen beigemischt werden, hilft es bei Seefahrern ein wenig Skorbut vorzubeugen. Ein weiteres Exportgut des Landes sind Früchte. So gibt es zahlreiche Plantagen in den tropischen Gebieten zwischen Beluir und Chethel. Dort wachsen Banenen, Papayas, Granatäpfel, Orangen, Passionsfrüchte, Zitronen und viele andere exotische Dinge. Dann wäre da noch der berühmte Frühlingskäse, welcher sich für Soßen und Fondues sehr gut eignet. Allerdings ist er in roher Form ein wenig giftig und sollte daher in warmen Speisen genossen werden.[5]

PolitikBearbeiten

Luiren hat keine ernsthafte Regierung und hier herrscht im Grunde eine Art friedlicher Anarchie. Es gibt keine Regierungsorgane, da kein Halbling darin Ämter bekleiden möchte und auch keiner sie dulden würde. Die Angelegenheiten werden innerhalb der Städte selbst geregelt. Dabei gibt es unterschiedlichste Herangehensweisen, wenngleich viele Siedlungen eine Art Bürgermeister besitzen, oder einen Ältestenrat und Wächter. Dabei treffen die Ältesten alle wichtigen Entscheidungen und zu ihnen zählen alle Halblinge von mindestens 90 Jahren. Aus ihren Reihen stammt auch der jeweilige Bürgermeister. Gesetze werden relativ frei interpretiert und nur Kapitalverbrechen wirklich ernsthaft verfolgt. Ein Mörder hat aber auch hier nicht mehr als einen einsamen Strick an einem Baum zu erwarten. Wächter dienen als Stadtwachen und beschützen die Bürger vor Monstern und Banditen. Sie tragen in der Regel keine Uniform und vielerorts erkennt man sie nur an einer braunen Kappe mit einer Feder. Viele von ihnen sind gute Schützen und geschult im Umgang mit Fernwaffen.<[2]

ReligionBearbeiten

In Luiren gibt es verschiedene Kulte, wobei der zu Ehren Tymoras wohl am weitesten verbreitet ist. Ebenso beliebt sind Silvanus und Yondalla. Da Halblinge in der Regel nicht sonderlich religiös sind, erwarten die Götter hier auch nicht so tiefe Hingabe, wie andernorts.[4]

QuellenBearbeiten

FussnotenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 42. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  2. 2,0 2,1 2,2 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 43. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 44. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  4. 4,0 4,1 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 45. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.
  5. 5,0 5,1 Tom Prusa (1993). The Shining South, S. 46. TSR, Inc.ISBN 1-5607-6595-X.

LiteraturBearbeiten

2. Edition:

3. Edition:

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