Magie
Aus Faerûnpedia
»Writing this book almost got me killed.or worse, transformed into a helpless shape and placed in a spell-governed situation of endless torment where death would remain forever elusive, but the raw pain would make it desirable (or so a certain Catanarla the Crimson Cloaked, a sorceress of Telflamm, promised me). Many mages, it seemed, objected to my revelations of their pet spells, past peccadilloes, secret words, and names of power.« --- Volothamp Geddarm (Quelle)
Magie wird oft auch als die Kunst bezeichnet. Anwender von Magie sind selten, allenfalls einer unter Hundert ist in der Lage die Kunst eines Magiers, oder Hexenmeisters zu erlernen. Die Hälfte davon sind Dilettanten und Taugenichtse. Dies können zum Beispiel Händler sein, welche ein wenig Magie studieren, um sich besser schützen zu können, oder Adlige, welche eine besondere Ausbildung genossen haben. In einigen Ländern und bei manchen Rassen ist die Rate der Magieanwender natürlich viel höher, als bei anderen. Viele Außenstehende glauben darum fälschlicherweise, dass in Halruaa oder Nimbral jeder ein Magier sei. Sonnenelfen, Mondelfen und Felsengnome wählen die Kunst so oft und mit solcher Hingabe, dass bei ihnen Magier zehnmal öfter auftreten, als bei anderen Rassen.
Es gibt im Grunde zweierlei Arten von Magie. Die Arkanen Künste und die Klerikalen Kräfte. Letztere stammen von den Göttern, welche sie ihren Anhängern gewähren, die im Austausch zu ihnen beten und ihnen dienen. Die Arkanen Künste entstammen der Welt selbst und natürlich der Göttin Mystra, welche über die Magie, genauer gesagt die Gewebe gebietet. Eine dritte, sehr seltsame Art von Magie hielt seit einiger Zeit in die Welt einzug und findet inzwischen so manchen Anhänger. Sie basiert nicht auf dem Gewebe, wie es im Grunde Klerikale und Arkane Künste tun, sondern auf etwas, das man Schattengewebe bezeichnet.
Man muss auch beachten, dass manche Götter ihren Klerikern ganz besondere Zauber aus ihren Domänen gewähren. Auch haben Druiden oftmals bestimmte Zauber, welche nur ihnen zur Verfügung stehen. Viele Berufe, welche sich bis zu einem gewissen Grad auf Magie spezialisieren erwählen ihre Zauber oftmals auch aus ganz bestimmten Teilbereichen und Schulen.
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[Bearbeiten] Arkane Magie
Um Magie anzuwenden, bedienen sich Magier speziellen Zaubersprüchen, die in einem sehr komplizierten Verfahren ausgesprochen werden müssen, oder mittels exakter Gesten gewirkt werden können. Manche Zauber brauchen auch spezielle Zutaten, so dass ein Magier immer auf der Suche nach den richtigen Mittelchen ist. Dies können eklige Dinge, wie Spinnweben, oder Fledermauskot sein, aber auch Drachenschuppen und andere, nur schwer zu erhaltende Mittelchen. Einige Zauber brauchen einen speziellen Fokusgegenstand. Dies ist meist etwas, dass im entferntesten mit der Art des Zaubers zu tun hat, wie eine Kristallkugel für hellseherische Zauber. Solche Fokusgegenstände können allerdings, im Gegensatz zu den auslösenden Mittelchen, wiederverwendet werden. Des Weiteren müssen sie die Zauber natürlich erst erlernen. Dazu widmen sich Zauberkundige dem mühevollen Studium arkaner Schriftrollen, Bücher und manchmal auch besonderer Artefakte. Die meisten Magier führen ein ganz persönliches Zauberbuch, in welchem sie alles Nützliche, insbesondere die Zaubersprüche selbst, aufzeichnen. Im Laufe der Zeit kann so ein an sich schon sehr wertvolles Buch mit den individuellen Künsten eines Zauberers entstehen. Viele werden sicherlich nur mit zahlreichen simplen Zaubern angefüllt sein, aber so manches Buch berühmter Magier enthält das Wissen für die mächtigsten Zauber, welche sich Normalsterbliche nur in ihren kühnsten Träumen ausmalen können.
Um die Magie dann tatsächlich anzuwenden, muss sich der Zauberkundige die Sprüche und ihre Wirkung genau einprägen. Je nach Konzentrationsvermögen, Hingabe und Intelligenz des Zaubernden, können das unterschiedlich viele und unterschiedlich starke Zauber sein. Wirkt er einen Zauber, entschwindet auch das Wissen um seine Anwendung aus seinem Gedächtnis und er ist gezwungen, sich dieses bei nächster Gelegenheit erneut anzueignen. Üblicherweise sind also Zauberer jene, die abends am Lagerfeuer launisch in der Ecke sitzen und grübeln, während die anderen Abenteurer sich die spannendsten Geschichten zur eigenen Erbauung erzählen.
[Bearbeiten] Zauberschulen
Da das Feld der Magie unendlich groß erscheint und selbst den Intellekt der schlauesten Zauberanwender in seinem kompletten Ausmaß überfordert, haben die Anwender der Kunst schon früh begonnen, es in verschiedene Schulen einzuteilen. In jeder dieser Schulen werden eine Reihe ähnlicher Zauber gewirkt und man spezialisiert sich ganz besonders auf deren Anwendung. Dadurch sind Magier dann, entsprechende Schule vorausgesetzt, bei der Zauberei dieser Sprüche begabter und erzielen eine dramatischere Wirkung. Sie können natürlich auch Zauber anderer Schulen anwenden, sind darin aber nicht so geübt, und entsprechend fallen sie schwächer aus. Bestimmte Schulen stehen sich aber praktisch komplementär gegenüber. Das heißt, Spezialisten einer bestimmten Richtung können die Zauber der „gegenüberstehenden Schule“ nahezu gar nicht verstehen und entsprechend auch nicht anwenden. So manch findiger Zauberkundiger verzichtet gleich ganz auf das mühsame Studium einzelner Schulen und eignet sich ein breitgefächertes Wissen aller Richtungen an. Da sie aber so viele, komplexe Dinge lernen müssen, können sie sich oftmals weniger Zaubersprüche zur direkten Abrufung in ihr Gedächtnis prägen. Folgende Schulen sind allgemein bekannt:
- Bannzauber - Bannwirker nennt man Angehörige dieser Schule.
- Veränderungszauber - Wandler werden die Kundigen dieser Schule genannt.
- Beschwörungszauber - Magier dieser Richtung werden Beschwörer genannt.
- Verzauberung und Bezauberung – Dies ist die Schule der eigentlichen Zauberer
- Erkenntniszauber– Seher sind die Suchenden nach verlorenem und neuem Wissen.
- Illusionszauber - Diese Troubadoure werden Illusionisten genannt.
- Hervorrufungszauber – Thaumaturgen nutzen diese Schule.
- Nekromantie – Anwender dieser dunklen und stinkenden Künste nennt man Nekromanten.
[Bearbeiten] Zauberstufen
Es wurde bereits angemerkt, dass man zum Zaubern Erfahrung braucht. Davon allerdings nicht zu Knapp. Die meisten bekannten Zaubersprüche wurden bereits in bestimmte Stufen eingeordnet, um es Lernenden der Kunst zu erleichtern, sich an die richtigen Sprüche für ihren Kenntnisstand zu wagen. Der Schwierigkeitsgrad der Anwendung, aber natürlich auch die Wirkung, von Zaubersprüchen steigt dabei mit der Stufe. Ein Zauberlehrling sollte sich also niemals daran versuchen Stufe 8 Zauber seines Meisters zum Reinigen des Magierturms zu nutzen, wenn sich der alte Meister einmal wegbegeben hat. (Da empfiehlt es sich dann doch, den Schrubber mit der Hand zu schwingen) Ein erfahrener Magieanwender, welcher Zauber höherer Stufen problemlos beherrscht, kann oftmals auch Zauber der niederigeren Stufen in ihrer Wirkung verändern und diese zum Beispiel erhöhen. Beispielsweise beim Zauber Magisches Geschoss nicht nur eines erzeugen, sondern deren gleich mehrere.
[Bearbeiten] Anwender von Arkaner Magie
- An erster Stelle stehen da natürlich die Magier selbst. Sie erlernen die Kunst durch aufwendiges Studium und erfahrene Magier experimentieren stets, auf der Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten und Zaubersprüchen.
- Hexenmeister sind für viele das gleiche wie Magier, dabei sind beide doch grundverschieden. Müssen Magier die Kunst aufwendig erlernen, scheinen Hexenmeister von Geburt an eine Begabung, ja Bindung zur Gewebe zu haben. Sie müssen die Zauber nicht niederschreiben, nicht auswendig lernen, sondern können sie, das Wissen um die richtigen Worte und Gesten vorausgesetzt, aus eigener Kraft heraus wirken.
- Das Barden ihr Publikum verzaubern können, liegt nicht immer nur an ihrer Sangeskunst. Viele erfahrene Barden haben sich im Lauf der Zeit auch einige Zaubersprüche angeeignet, wenngleich sie wohl aus Sicht echter Magier nur Dilettanten sein mögen.
[Bearbeiten] Magiere und das gemeine Volk
Wo immer sie sich aufhalten, wird man den Magiekundigen mit Misstrauen, Furcht oder Respekt begegnen. Nahezu überall sind sie Gegenstand wildester Gerüchte und Spekulationen, wozu viele aber auch aufgrund schrulliger Verhaltsweisen selber beitragen. In vielen Gegenden wird man einem unbekannten Magier mit Misstrauen begegnen, so lange er nicht durch sein Auftreten und seine Taten beweist, dass er im Grunde harmlos für die Bevölkerung ist. Die meisten werden sich aber hüten, einem Zauberkundigen respektlos zu begegnen und die Behörden ihn allenfalls unauffällig überwachen. Ein Zauberkundiger, der in einem bestimmten Gebiet öfter anzutreffen ist, oder sich gar niederlässt, wird über kurz oder lang zu einer angesehenen und wichtigen Person der Gegend werden. Wenn irgendwo Ärger ausbricht, besonders im Zusammenhang mit Magie, wird der nächste gute Magier die erste Anlaufstelle für die Bewohner sein. Selbst einen verschlossenen und eigenbrötlerischen Magier wird man schon mal um Hilfe bitten, wenn die Not groß genug ist, oder man glaubt mit einigen Geschenken seine Gunst auch kaufen zu können.
[Bearbeiten] Klerikale Magie
Die Magie von Klerikern unterscheidet sich stark von der Arkanen Kunst. Sie erlangen sie direkt durch ihren jeweiligen Schutzgott. Sie müssen ihm dazu allerdings treu ergeben sein und regelmäßig zu ihm beten. So sind auch sie dazu verdammt, einen Teil der Zeit am Abend fern von den Unterhaltungen zu verbringen, stattdessen werden sie ein sicher erbauliches Zwiegespräch mit ihrem Patron der himmlischen Sphären abhalten. Je nach Erfahrung des Klerikers und nach Wohlwollen der Gottheit, stehen dem Anwender auch hier unterschiedlich starke Zauber, in unterschiedlicher Zahl zur Verfügung. Die meisten sind von hilfreicher und mehr oder minder heilender Art für den Kleriker und seine Gefährten, einige jedoch durchaus offensiven Charakters. Manche sind in ihrer Auswirkung sogar bestimmten arkanen Zaubersprüchen ähnlich.
[Bearbeiten] Anwender Klerikaler Magie
Wie auch bei der Arkanen Kunst, gibt es verschiedene Berufe, welche auf die Klerikale Magie zurückgreifen.
- An erster Stelle stehen natürlich die Kleriker selbst, welche sie am besten beherrschen und die stärkste Bindung zu den göttlichen Mächten haben.
- Ein weiterer Nutzer solcher Magie ist der Paladin. Auch Paladine haben eine starke Bindung zu den Göttern. Sie haben sich aber weniger auf das Wirken von Heil- und Schutzmagie spezialisiert, sondern ihren Schwerpunkt auch und vor allem auf den Kampf gelegt. Sie beherrschen daher meist weniger Zauber als ein erfahrener Kleriker.
- Die dritte Gruppe sind die Druiden, welche eine starke Bindung zur Natur, den Naturgeistern und schützenden Gottheiten der Natur aufweisen. Aus diesen Quellen beziehen sie die Kraft, wundersame Dinge zu tun. Sie haben zwar meist nicht so starke und zahlreiche Zauber wie ein Kleriker zur Verfügung, aber neben diesen oftmals noch sehr spezielle und einmalige Kräfte der Natur selbst. Erfahrene Druiden können so zum Beispiel die Gestalt von bestimmten Tieren annehmen.
- Sehr erfahrene Waldläufer beziehen ihre Kraft zum Wirken Klerikaler Magie auf ähnliche Art wie Druiden.
