FANDOM



Oghma, der Herr des Wissens, der Sammler allen Wissens, ist die neutrale, größere Gottheit der Barden, Inspiration, Erfindung und des Wissen. Oghma ist das Oberhaupt der Götter des Wissens und der Erfindung.

Die GottheitBearbeiten

Oghma (ogg-mah) ist der mächtigste Gott für das Wissen auf Faerûn. Er ist ein weiser Gott, welcher jene belohnt, die andere von seiner Sicht der Dinge überzeugen. Er neigt dazu seine Aktionen zu durchdenken, ehe er sie in die Tat umsetzt. Er sitzt als Richter über jede neue Idee und entscheidet, ob sie bei ihrem Schöpfer bleibt, oder sich auf Faerûn verbreiten darf.

AnhängerBearbeiten

Anhänger von Oghma erzählen eine interessante Geschichte, welche sich mit den ersten Tagen der Lebens beschäftigt. Nicht lange nachdem Shar und Selûne Toril erschufen und Chauntea, den belebenden Geist der Welt, gebaren, wagte es ein Reisender aus einer weit entfernten Welt dorthin zu gehen. Er kam zu einer chaotischen Landschaft von unklaren formlosen Entwürfen, die danach schrieen gefestigt zu werden. Er gab jedem der Entwürfe einen Namen, der es in den kommenden Äonen beschreiben sollte. So groß war die Macht dieser Namen, dass die Entwürfe aus ihrer flüchtigen Existenz hinaus traten und gebunden an physische Form in der Materiellen Ebene Gestalt annahmen. So ordnete Oghma, der Sammler allen Wissens, das Chaos und beansprucht einen geehrten Platz unter den ältesten Göttern Torils. Oghmas Herrschaft über die Gebiet der Ideen dauert bis zu diesem Tage fort. Der Herr des Wissens führt as Urteil über alle Ideen und entscheidet ob es erlaubt wird, dass sie sich verbreiten, oder ob sie mit ihrem Urheber sterben werden. Bei dieser Aufgabe geht der Sammler mit sehr viel Umsicht zu Gange, da die Erfahrungen von zahllosen Epochen auf seinem Herzen ruht. Daher bevorzugt er eine Glaubenslehre von ideologischem Konservatismus in der Hoffnung, dass keine neuen Gedanken die feine Balance über den Haufen wirft, die er seit dem Anbeginn der Zeit aufgezogen hat. Trotz dieser Tatsache strahlt Oghma nach außen hin ein sehr fröhliches Auftreten aus, indem er sein gutes Aussehen, kunstfertige Wortwahl und unvergleichlichen Charm nutzt, um auch die inbrünstigsten Gegner zu seiner Sicht der Dinge umzustimmen. Radikale Götter wie Lathander und Lliira, die ständig gegen Oghmas starres Festhalten am Status Quo angehen, sehen seine Reden als engstirnig und manipulativ an. Nichtsdestotrotz schätzen alle, außer den Abscheulichsten und Lieblosesten, den feinen Klang seiner Stimme und seine filigrane, geschickte Darbietung auf der Yarting (eine Art von Gitarre). Oghmas legendären Musikkünste und Herzlichkeit sind die Eindrücke, welche die Sterblichen von ihrem Gott erhalten. Er ist der Patron der Barden und die meisten sehen ihn als die Quelle der kreativen Inspiration und den Beschützer von angehäuften Wissen an. Ihm wird von Weisen, Magiern, Barden und jedem, der sein Leben auf Austausch von Wissen oder Liedern aufbaut, gedient. Oghma wird von den Mitgliedern alle Völker, sozialen Stände und Überzeugungen verehrt.

Geschichte und BeziehungenBearbeiten

Die meisten oghmatischen Mythen gehen auf die frühesten Jahrhunderte der menschlichen Existenz zurück. Einige behaupten, dass Oghma die Welt mit der geschriebenen Sprache beschenkte, andere, dass der Sammler für alle Entwürfe verantwortlich ist. Obwohl solche theoretischen Pedanterien endlose Diskussionen unter den Jüngern von Faerûn hervorruft, stimmt fast jeder darin überein, dass Oghma uralt ist und schon weithin angebetet wurde vor dem Beginn der Geschichte. Zusammen sind Oghma, Denier, Milil und Gond als die Götter des Wissens und der Erfindung bekannt. Der Sammler hat so etwas wie eine Patron-Beziehung mit Deneir und Milil, die er als seine Diener zur Sicherung und dem Erhalt von Wissen behandelt. Er schätzt Gonds Enthusiasmus und Kreativität, aber missbilligt den Wunsch des Wunderbringers die Technologie immer weiter und weiter voranzutreiben, da er die Innovation vor die Selbstüberprüfung stellt. Oghma verachtet Mask, Cyric und Tyrannos und sieht sie als die schlimmsten Bedrohung seines geliebten Ausgleichs an. Die Kleriker Oghmas erzählen eine interessante Geschichte über ihren Gott. Kurz nachdem Selûne und Shar die Welt geschaffen hatten und Chauntea geboren ward, kam ein Wanderer in dieses Universum, sah das Chaos und erkannte die Konzepte darin. Er gab den Dingen Namen: Schwerkraft, Licht, Leben, Tod - und band sie so an die Welt, auf daß sie ewiglich hier wirksam sind. So nimmt Oghma seinen würdevollen Platz unter den ältesten Gottheiten Faerûns ein.

DogmaBearbeiten

Wissen, besonders das rohe Wissen von Ideen, ist unangefochten. Eine Vorstellung hat kein Gewicht, aber kann Berge versetzen. Das größte Geschenk der Menschheit, eine Idee, überschattet alles, was von sterblicher Hand geschaffen wurde. Wissen ist Macht und muss mit Umsicht behandelt werden, aber es vor anderen zu verbergen ist niemals eine gute Sache. Unterdrücke keine neuen Ideen, ungeachtet wie falsch oder verrückt sie scheinen. Lass sie alle vernehmen und in Betracht ziehen. Erschlage niemals einen Sänger und stehe nicht untätig anbei, während andere es tuen. Verbreite Wissen, wo es weise ist, dies zu tuen. Drossele und versage Falschheit, Gerüchte und hinterlistige Geschichte, wo auch immer du ihnen begegnest. Schreibe oder kopiere Überlieferungen von großem Wert mindestens einmal im Jahr und gib es weg. Unterstütze und lehre Barden, Schreiber und Aktenhüter. Verbreite Wahrheit und Wissen, damit das ganze Volk mehr weiß. Überliefere niemals eine falsche oder unvollständige Nachricht. Lehre das Lesen und Schreiben an jene, die dich fragen, sofern es deine Zeit erlaubt und verlange kein Geld für diese Lehren.

OrganisationBearbeiten

Die Kirche Oghmas, "die Benenner". Oftmals Bibliotheken. Es gibt, seit dem Verschwinden der "irdischen Stimme Oghmas", des Patriarchen Cullen Kordamant von Procampur im Jahre 1358 DR, eine Orthodoxe Kirche Oghmas in Procampur, die den verschwundenen Patriarchen als Halbgott verehrt und keine weiteren Patriarchen mehr einsetzen will, und die sembianische Oghma-Kirche, die angibt, Oghma habe ihren Hohepriester Undryl Yannathar zur neuen Stimme Oghmas auf Erden bestimmt.

KircheBearbeiten

Kleriker von Oghma beten um ihre Zauber am Morgen. Jeden Tag führen sie zwei Rituale durch, bekannt als die "Grundpfeiler des Tages". Das Erste, das Sammeln, ist eine Morgenzeremonie bei der mystische Symbole während einem stillen Gebet niedergeschrieben werden. Das Zweite, das die Versammlung, ist ein Abendritual bei dem Arbeiten von Weisheit, Lieder und neues Wissen geteilt werden. Kleriker zelebrieren Mittsommer und Schildtreffen als Feiertage, da bei diesen Gelegenheiten traditionell neue Vereinbarungen und Pakte gekennzeichnet werden, wenn viele geschriebene Verträge, Urkunden und Bündnisse festgehalten werden. Wenn ein gläubiges Kind von Oghma sein zwölftes Jahr erreicht (oder das Äquivalent für nicht-menschliche Anhänger) führt der örtliche Kleriker eine persönliche Zeremonie durch, bekannt als die "Benennung". Sie enthüllen dem jungen Anhänger seinen "Wahren Namen", ein geheimer Name, der die wahre Essenz des Wesens repräsentiert. Der eigene Wahre Name wird nur im persönlichen Gebet an Oghma verwendet und sollte nicht mit irgendjemandem geteilt werden. Oghmaanbeter glauben, dass das Wissen des Wahren Namens einem Macht über diese Person gibt und sie diesen daher niemals erwähnen, nicht einmal ihren besten Freunden oder Verwandten. Oghmas Kleriker gehen häufig Klassenkombinationen mit Barde und manchmal auch Magier oder Geschichtsgelehrter ein. Kleriker von Oghma sind bekannt als Benenner. Die Kirche heißt Mitglieder aller Völker und Philosophien willkommen, zur Verfügung stehende Kleriker schwören zu der Glaubenslehren vom Sammler allen Wissens und widmen sich dem Beschaffen, Verwalten und Beschützen von Wissen. Mitglieder der Kirche verbleiben womöglich in abgelegenen Tempeln (normalerweise Akademiker oder Weise eher zu Hause zwischen einem Stapel von Büchern und Rollen, als unter ihren Genossen) oder bereisen die Lande, um ihre Erfahrungen zu verzeichnen und den Tempeln, auf die sie treffen, zu berichten. Wandersmännische Kleriker und Barden in der Kirche tendieren dazu sehr abenteuerlustig und neugierig zu sein und Lebemänner, die ab und an in einen ideologischen Konflikt mit ihren akademischen Gegenstücken geraten. Die beiden Zweige brauchen einander und solche Missbilligungen eskalieren selten jenseits von milden Unstimmigkeiten. Die Tempel von Oghma sind weit vertretener in den Städten, als in der Wildnis und erinnern an Bibliotheken, gefüllt mit Messdienern, die über Schreibtischen mit Büchern, Karten und Rollen brüten. Viele unterstützen sich selbst, indem sie Schreibutensilien, Dienste oder Karten an Abenteurer verkaufen. Die meisten Tempel beinhalten ausgelagerte Buchbindereien, um abgeschiedene Kleriker in der Herstellung von religiösen Abschnitten und Ausgaben zu unterstützen, welche die Basis für künftige Tempelbüchereien bilden. Die Kirche erfährt derzeit eine schwerwiegende, fraktionelle Unstimmigkeit über die Ordnung der Hierarchie. Vor der Zeit der Sorgen schworen die Gläubigen bei dem Worte des Großpatriarchen Cullen Kordamant von Procampur, ein Hohepriester der als die weltliche Stimme von Oghma angesehen wurde. Kordamant verschwand aus seinem zu Hause inmitten des Chaos von 1358 DR, und seit dem haben sich die meisten Tempel von Oghma in zwei Fraktionen aufgespalten. Die Orthodoxe Kirche von Oghma, die sich auf Procampur basiert, behauptet, dass Kordamant zu einem halbgöttlichen Stand aufgestiegen sei und Oghma in den Ebenen dient. Bis der Sammler seinen Anhängern etwas anderes erzählt, glauben sie daran, dass die neue Stimme ernannt werden sollte. Sembias mächtige und äußerst konservative Kirche Oghmas behauptet, dass der Sammler selbst kürzlich ihren Hohekleriker Undryl Yannathar zum Großpatriarchen ernannte. Ein Streitpunkt, den die Orthodoxe Kirche sehr intensiv anfechtet. Die Fraktionen weigern sich einen gemeinsamen Grund zu finden und setzen Tempel in ganz Faerûn unter Druck sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden.

QuellenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.